Körperverlet­zung mit Todesfolge
( § 227 StGB )

Eine weitere Qualifikation der einfachen Körperverletzung tritt ein, wenn das Opfer durch diese den Tod erleidet. Als Strafverteidiger und Fachanwalt für Strafrecht stehe ich an Ihrer Seite. Vereinbaren Sie mit mir einen Besprechungstermin in Berlin-Köpenick, Berlin-Ku’damm oder Hamburg.

Insbesondere in den folgenden Situationen sind wir für Sie da:

Welche Vorteile hat unsere Kanzlei für Strafrecht?

  • Top Bewertungen unserer Mandanten
  • Expertise als Fachanwälte für Strafrecht
  • Fingerspitzengefühl und Durchsetzungskraft im Umgang mit den Ermittlungsbehörden
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  • Sehr gute Erreichbarkeit

Wann sollte man einen Rechtsanwalt für Strafrecht kontaktieren beim Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge?

Es gilt der Grundsatz: je früher, desto besser. Spätestens mit Erhalt einer Vorladung für einen Vernehmungstermin bei der Polizei sollten Sie sich dringend an uns als Fachanwälte für Strafrecht wenden. Wenn Sie Fehler im Ermittlugnsverfahren machen, sind die später nur schwer auszugleichen.

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Vorladung wegen Körperverlet­zung mit Todesfolge – Was jetzt zu tun ist:

Was sind die wichtigsten Tipps des Anwalts für Strafrecht beim Vorwurf Körperverletzung mit Todesfolge?

Wenn Sie sich im Ermittlungsverfahren an die wichtigsten Grundregeln halten, erhöhen sich die Chancen auf einen positiven Ausgang des Strafverfahrens.

  • Schweigen ist Gold! – Sie haben ein Schweigerecht, nehmen Sie es wahr.
  • Geben Sie keine Passwörter oder Zugänge heraus.
  • Führen Sie keine Gespräche mit dem Zellennachbar über die Tat.
  • Nehmen Sie keinen Kontakt zu Zeugen auf – hier droht Verdunkelungsgefahr mit Untersuchungshaft als Folge.

Wie hoch ist die Strafe bei einer Körperverletzung mit Todesfolge?

Der Strafrahmen erhöht sich bei einer zurechenbaren Todesfolge auf eine Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren. Eine Ausnahme bilden lediglich minderschwere Fälle, bei denen auf eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen ist. Das Delikt ist daher ein „Verbrechen“ im Rechtssinne, da mehr als 1 Jahr Mindestfreiheitsstrafe droht.

Für den Beschuldigten bedeutet dies das Risiko der Untersuchungshaft und die Möglichkeit der Beiordnung eines Pflichtverteidigers.

Mehr Informationen zur Tätigkeit als Pflichtverteidiger finden Sie hier.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Körperverletzung mit Todesfolge erfüllt sein?

Der § 227 StGB setzt voraus, dass ein Zurechnungszusammenhang zwischen der Verwirklichung des Grunddelikts (der Körperverletzung) und dem Eintritt des Tods gegeben ist.

Dies bedeutet: Der Todeseintritt des Opfers kann dem Täter der Körperverletzung nicht zugerechnet werden, wenn der Geschehensablauf dieser beiden Komponenten außerhalb jeder Lebenserfahrung liegt und sich als Verkettung außergewöhnlicher, unglücklicher Umstände darstellt.

Dies war beispielsweise der Fall, als eine 85-jährige Frau vom Täter auf den unteren Stufen einer Treppe vorsätzlich zu Fall gebracht wurde, einen Oberschenkelbruch erlitt, im Krankenhaus mit Antibiotika behandelt wurde, wodurch ihre Immunabwehr herabgesetzt wurde und sie daher nach Entlassung an bakteriell bedingtem Durchfall erkrankte. Nach erneuter Einlieferung ins Krankenhaus lehnte das Opfer eine wegen Austrocknung gebotene Ernährung mittels Magensonde ab und verstarb schließlich an einer Lungenentzündung. Dieser Kausalkettenablauf ist nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht mehr vorhersehbar und daher dem Täter nicht mehr zurechenbar.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss der Todeseintritt nicht zwangsläufig aus dem Körperverletzungserfolg entstehen. Maßgeblich für den Zurechnungszusammenhang ist allein die Körperverletzungshandlung. Der rechtliche Unterschied ist besonders anhand des folgenden Falles erkennbar: Beim vorsätzlichen Schlag mit einer Pistole auf den Kopf des Opfers löst sich versehentlich ein tödlicher Schuss.

Das vorinstanzliche Gericht hatte die Strafbarkeit nach § 227 StGB verneint, da es die Auffassung vertrat, der Todeseintritt müsste sich unmittelbar aus dem Tätigkeitsakt, also dem Stoß mit der Pistole gegen den Kopf des Opfers, ergeben. Der BGH hob dieses Urteil auf und bejahte die Strafbarkeit nach § 227 StGB. Nach der Ansicht des Senats umfasst die Körperverletzung den gesamten Handlungsvorgang, also vom Ausholen mit der Schlagwaffe bis zu ihrem Aufschlag auf den Kopf des Opfers und der dadurch entstandenen Verletzung. Nach dieser Auslegung erfolgte der versehentlich gelöste tödliche Schuss innerhalb der Körperverletzungshandlung und ist dem Täter daher zurechenbar.

Mit anderen Worten hängt es davon ab, ob der Tätigkeitsakt als Ganzes und der damit verbundene Verletzungswille zugleich auch den Tod des Opfers herbeigeführt haben.

Dies hat die rechtliche Konsequenz, dass der Vorsatz des Täters sich nicht auf den konkreten Verletzungserfolg, welcher zum Eintritt der Todesfolge geführt hat, beziehen muss. Es reicht vielmehr aus, dass die konkrete Verletzung auf einem generellen Verletzungsvorsatz beruht und der Zusammenhang zwischen Vorsatz, Verletzung und schwerer Folge nicht außerhalb des nach objektiver Prognose Erwartbaren liegt.

Aus diesem Grund wird auch eine mögliche Selbstverletzung des Opfers dem Täter zugerechnet. Sollte daher ein verfolgtes Opfer aufgrund von Angst und Panik sich beim Durchsteigen einer eingetretenen Glastür verletzen, ist es nicht außerhalb des Erwartbaren und somit dem Täter zurechenbar (BGHSt 48, 34).

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